Backpacking in Uganda – meine Highlights in 4 Wochen

 

Nach Uganda wollte ich hauptsächlich um die letzten noch auf der Welt verbleibenden Berggorillas zu sehen. Doch das kleine Land hat so viel mehr zu bieten. Ich bin 4 Wochen geblieben und habe mich Hals über Kopf verliebt. In die Landschaft, die Tiere und allem voran die unglaublich tollen und freundlichen Menschen. Hier kann man als alleinreisende Frau super sicher reisen und trifft in den zahlreichen Backpackers auch andere Reisende. So kam es dann auch, dass ich fast zwei Wochen gemeinsam mit zwei Österreichern gereist bin, und wir uns zwischendurch ein Auto gemietet haben. Ansonsten war ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, was zwar selten bequem ist, aber günstig und einigermaßen zuverlässig. 

Unbestritten eines der absoluten Highlights in Uganda: die letzten verbleibenden Berggorillas zu erleben.

Meine Reise durch Uganda führte mich zu den wunderschönen Seen Lake Bunyonyi und Lake Mutanda, auf Safari in den Queen Elizabeth und Murchinson Falls National Park, zum Gorilla Trekking und Vulkan Besteigen in den Mgahinga Nationalpark, sowie nach Fort Portal, Jinja und zu den spektakulären Sipi Falls. Nachfolgend findest du meine Highlights in Uganda, sowie Tipps zu Unterkünften, zum öffentlichen Nahverkehr und Preisen (aktuell für 2019).

Los geht’s mit dem wunderschönen…

Lake Bunyonyi

Es ist der 31. Dezember 2019, kurz vor Mitternacht. Ich liege auf einem Bootsanlegesteg, der weit ins Wasser hinein ragt und schaue in den Himmel. Über mir funkeln die Sterne, statt Silvester-Feuerwerk fallen Sternschnuppen. Der See ist schwarz und glatt, an den gegenüberliegenden Hügeln brennen vereinzelt Lagerfeuer. Es ist so schön und friedlich hier, einen besseren Start in das neue Jahr kann ich mir kaum vorstellen. 

Ein Sonnenuntergang wie ein Gemälde am Lake Bunyonyi.

Auch wenn man nicht über den Jahreswechsel hier ist, den Lake Bunyonyi sollte man auf keinen Fall verpassen. “Very many little birds” bedeutet Bunyonyi laut einem enthusiastischen Einheimischen, und der Name ist Programm. Doch nicht nur Vogel-Liebhaber kommen auf ihre Kosten. Wer Ruhe und frische Luft, sowie einen See in dem man baden kann sucht (in den meisten Gewässern Ugandas ist das wegen Billharziose-Gefahr nicht möglich), ist hier richtig.  Unterkünfte gibt es zur Genüge in allen Preisklassen. Meine ist das OM Bunyonyi Hostel, es ist einfach aber wunderschön gelegen. Hier lerne ich auch meine Reisebegleiter für die nächsten beiden Wochen, Karin und Raphael aus Österreich kennen. Neben sympathischer Begleitung bekomme ich einen österreichisch Sprachkurs obendrauf. Sie sagen Mistkübel statt Mülleimer und anbraten statt anbaggern, und nach zwei gemeinsamen Wochen sage ich das auch. 

Blick auf den Lake Bunyonyi mit seinen 29 Inseln. Eine von ihnen ist Punishment Island, wo noch bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts unverheiratete schwangere Mädchen und Frauen ausgesetzt wurden. Sie verhungerten oder ertranken bei dem Versuch an Land zu schwimmen. Wenn sie Glück hatten, wurden sie von einem Mann gerettet, der willens war, sie trotz der „Schande“ die sie über ihre Familie brachte, zu heiraten – für die auf der Insel ausgesetzten Frauen musste er keine Mitgift bezahlen.

Das Hostel erreicht man nur mit dem Boot, kann von hier aus Wanderungen in die umliegenden Dörfer unternehmen oder mit dem Kanu über den See paddeln. Es herrscht ugandische Gelassenheit. Wer die Versorgung mit Getränken (es gibt nur Wasser und Bier, und auf die Frage, wann es denn mehr Getränke gäbe, wurde jeden Tag erneut mit “tomorrow” geantwortet) selbst in die Hand mitnehmen will, kann zum Festland paddeln. Im kleinen Ort am Hafen gibt es einen winzigen Shop, in dem der sehr sympathische Besitzer Herbert magischerweise alles was man benötigt unter seinem Tresen hervor zaubert. Dass er seinen 10qm großen Shop selbstbewusst “Herbert’s Shopping Center” nennt, hat daher seine absolute Berechtigung. 

Herbert in seinem „Shopping Center“.

Erreichbar ist der Lake Bunyonyi über Kabale, was von Bussen aus Kampala oder Kisoro angesteuert wird. Busgesellschaften die ich empfehlen kann sind z.B. Jaguar oder Trinity. In Kabale angekommen nimmt man eine Boda-Boda (ca. 10.000 UGX / 2,50€) zum Lake Bunyonyi. 

Mgahinga National Park

Hier werden Träume wahr, denn dieser Nationalpark ist einer der beiden Orte in Uganda, an dem man die Gorillas sehen kann.  Wie du das am besten anstellst, habe ich in einem separaten Artikel beschrieben. 

Meinen Guide für Backpacker und Individualreisende für das Gorilla Trekking findest du hier.

Eine weitere Besonderheit in Mgahinga ist die Möglichkeit, in drei Ländern gleichzeitig zu sein. An der Grenze, wir würden wahrscheinlich 3-Länder-Eck sagen, kann, liegt der Mt Sabinyo. Sein Gipfel vereint die Grenzen Ugandas, Ruandas und Kongos.

Stairway to Heaven Uganda-Style (und ja: da ging es hoch).

Die Wanderung ist nicht ohne, einen gewisse Fitness und vor allem Schwindelfreiheit sollte man mitbringen. Es geht viel über Leitern und vor allem am letzten der drei Gipfel steil bergauf. Doch die Anstrengung lohnt sich, auch wenn der Mt Sabinyo oft wolkenverhangen ist. Wenn die Sonne dann doch mal durchblitzt ergeben sich sagenhafte Ausblicke auf die drei wunderschönen Länder. 

Auf einem Vulkan zu stehen (bzw. sitzen – der Aufstieg war ziemlich anstrengend…) und dabei in drei Ländern gleichzeitig zu sein ist ein einzigartiges Erlebnis.

Die Kosten für die Wanderung liegen bei 80$, als Unterkunft empfehle ich das direkt am Eingang des Nationalparks gelegene Amajambere Camp (10$ / Nacht im Dorm). 

Lake Mutanda

Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist der schönste See im ganzen Land? Die Meinungen gehen auseinander, ob nun der Lake Bunyonyi oder sein kleinerer See-Bruder Mutanda der schönere ist. Mir haben sie beide unglaublich gut gefallen. Man kann entweder 1 – 2 Nächte in einer der Unterkünfte direkt am See übernachten, oder ihn von Kisoro aus besuchen. Ich habe das mit einem (sagenhaft gutem) Mountainbike getan, was ich in Kisoro bei Experience Kigezi ausgeliehen habe. Eine durchaus anspruchsvolle Tour, die über Schotterpisten auf und ab geht, aber ab ca. der Hälfte (wenn man von Kisoro aus im Uhrzeigersinn fährt) mit wunderschönen Blicken auf den See und die Vulkane für die Anstrengungen belohnt. 

Rastplätze mit tollen Blicken auf den See gibt es bei der Tour um den Lake Mutanda zur Genüge. 

In Kisoro empfehle ich das Supa Guesthouse (hieß früher Mucha Mucha), eine sehr sympathische Unterkunft, in welcher man ein eigenes Zimmer mit Bad für 9€ bekommt. 

Queen Elizabeth National Park

“We are rushing, to see something interesting!” Unser Guide gibt Stoff und holt auf den holprigen Pisten alles aus seinem doch etwas betagten Safari-Van raus. Was es zu sehen gibt, sagt er uns nicht. Eine Deutsche und zwei Österreicher versuchen, nicht über die Sitze zu purzeln. Was tut man nicht alles für… zwei Löwinnen, die direkt am Wegesrand chillen. Völlig unbeeindruckt der Menschen, die ihr Glück nicht fassen können.  

Katzen haben doch immer das beste Leben, egal wie groß sie sind.

Meine beiden Reisefreunde und ich sind auf einer Mission, an einem Tag das meiste aus unserem Park-Eintritt herauszuholen. Ugandas Nationalparks sind teuer, aber sich die Möglichkeit, wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung von nahem anzuschauen, entgehen zu lassen, kommt für uns nicht in Frage. Nach unserer morgendlichen Safari, bei der doch recht viele Fahrzeuge unterwegs sind, geht es auf den Kazinga Channel. Die Bootstour ist ein absolutes Highlight, wir kommen super nah an zahlreiche Nilpferd-, Büffel- und Elefantenherden heran. Ein weiteres Highlight ist die Reisegruppe spanischer Rentnerinnen, die uns begleitet – ungeachtet der Mahnungen des Guides, der Tiere zuliebe doch bitte ruhig zu bleiben, schnattern sie wie die Wildgänse, die so zahlreich über Uganda fliegen. Bei jeder Tier-Sichtung schmeißen sie sich im Kollektiv auf die entsprechende Seite des Bootes, sodass wir Angst haben, als Krokodilfutter zu enden. Wer sich an so etwas, und auch an den vielen Touristen mit ihren riesigen Tele-Objektiven stört, kann bei entsprechendem Budget auch ein Privat-Boot mieten. 

Mit Elefanten und Nilpferden auf du und du – das ist auf dem Kazinga Channel möglich.

Wir haben zusätzlich eine Abend-Safari gebucht. Obwohl wir nach der Bootsfahrt in dem Irrglauben sind, uns könnte jetzt nicht mehr viel beeindrucken, ist sie ein atemberaubender Abschluss und sogar noch viel schöner als die morgendliche Tour. Am späten Nachmittag sind kaum noch Fahrzeuge unterwegs, das Licht wird wunderschön, und wir kommen uns inmitten von Antilopen- und Elefantenherden vor wie in einem Afrika-Film. 

Hier hat man unweigerlich den König der Löwen Soundtrack im Kopf.

Kosten: Wir bezahlen für unseren Safari-Guide 130$, hierfür steht er uns mit seinem Fahrzeug den ganzen Tag zur Verfügung. Der Park-Eintritt liegt bei 40$ und die Bootsfahrt auf dem Kazinga Channel kostet 30$.  

Fort Portal / Vulkanseen / Top of the World

“Muzungu!! HowareYOU?” Beim Spaziergang durch die Dörfer in der Gegend zwischen Fort Portal und dem Kibale Forest kommen wir aus dem Winken gar nicht mehr heraus. Die Kinder freuen sich über die weißen Gäste, sie winken verzückt, einige fragen nach Geld. Ein besonders selbstbewusstes Mädche ruft “Give me my money!”. Ich versuche, einem kleinen Jungen zu erklären, dass er zur Schule gehen soll, und danach selbst Geld zu verdienen. Er nickt zunächst verständig und geht dann schnurstracks zu meinem Reisefreund Raphael, um ihn statt mir nach Geld zu fragen. 

Spaziergang durch die Dörfer rund um die Kraterseen.

In Uganda ist es übrigens gestattet, mehrere Frauen zu heiraten. Gemeinsam mit Raphael und Karin unterwegs, wird Raphael auch schon mal bewundernd auf die Schulter geklopft, begleitet von einem “Wow, fiiiiit!!”. Er freut sich und erklärt fortan allen Rolex-Verkäufern ungefragt, dass er mit uns beiden verheiratet ist. Was hin und wieder zur Rückfrage führt, ob er denn nicht eine seiner beiden Ehefrauen abtreten könne.

Auch wenn man kein Schimpansen-Trekking macht, lohnt sich der Stop auf dem Weg zwischen dem Queen Elizabeth und dem Murchinson Falls Nationalpark. Man kann ausgedehnte Wanderungen entlang der Kraterseen und durch wunderbar grüne Landschaften machen, ohne den Eintritt für den Nationalpark bezahlen zu müssen.

In Uganda ist es einfach überall wunderbar grün. Hier der Blick vom Aussichtspunkt Top of the World.

Wir haben uns zu dritt vom Queen Elizabeth NP ein Taxi gegönnt, der Preis bis zu den Crater Lakes liegt bei 150.000 UGX (ca. 36€). Ansonsten verkehren auf der Strecke nach Fort Portal auch Busse, ich habe z.B. den Link Bus gesehen. Von dort erreicht man die Vulkanseen und den Nationalpark mit einem Taxi (Kosten ca. 50.000 UGX / ca. 13€ für die Strecke Fort Portal – Top of the World) oder einer Boda-Boda. In Fort Portal ist das Kalitusi Backpackers eine äußerst empfehlenswerte Unterkunft, mit wunderschönem Garten und ausgezeichnetem Essen zu sehr fairen Preisen (ca. 9€ / Nacht im Dorm). 

Murchinson Falls

Was für eine Naturgewalt, der Murchinson Wasserfall. Es wundert mich nicht, dass die meisten Fische anscheinend den Sturz nicht überleben, was viele Krokodile am unteren Ende, dort wo die Wassermassen in den Nil stürzen, mit Freude erfüllt.  Ob man die Bootsfahrt auf dem Nil macht oder nicht, zu den Top of the Falls sollte man auf jeden Fall fahren, um sich das beeindruckende Spektakel anzuschauen. 

(Don’t) Go chasing waterfalls!

Beeindruckend ist auch die Safari im Murchinson Falls Nationalpark. Die Österreicher und ich haben uns in Fort Portal ein Auto gemietet, und somit mache ich mich auf meine erste Selbstfahrer Safari. Ich bin mir unsicher, ob drei Stadtkinder genauso gute Augen haben wie die einheimischen Ranger. Doch wir haben die anscheinend, oder einfach nur Glück. Neben den zahlreichen Giraffen, einem Löwen und natürlich Antilopen-Herden ist das absolute Highlight ein Elefant, der direkt an unserem Auto vorbei läuft. Gänsehaut-Feeling pur.

Giraffenkind im Murchinson Falls Nationalpark.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist, kann das entweder von Fort Portal über Hoima nach Masindi tun, alternativ über Kampala. Derzeit wird die Straße von Fort Portal bis nach Paara von chinesischen Investoren ausgebaut und ist ca. zur Hälfte schon asphaltiert. Wer früh startet sollte den direkten Weg über Hoima an einem Tag schaffen. Wir beschließen, uns ein Auto zu mieten, was uns für wenig Geld nach Fort Portal geliefert wird. Wer über ein eigenes Auto verfügt, dem empfiehlt sich mindestens eine Übernachtung in Pakwach, um morgens früh direkt in den Park fahren zu können (ansonsten muss man sich morgens erstmal für die Fähre in die Reihe stellen). Budget-Unterkünfte in Pakwach sind Mangelware, im Kalalo Hotel kann man den besten Preis aushandeln. Ansonsten kann man von Masindi aus die Safari buchen, am besten tut man das im unglaublich tollen Murchinson Backpackers (ca. 15€ / Nacht inkl. Riesen-Frühstück), meiner absoluten Lieblingsunterkunft in Uganda. Dort hat man auch gute Chancen, sich mit anderen Reisenden mit Auto zusammen tun zu können. 

Gegenverkehr ugandischer Art.

Der Eintritt für den Park liegt bei 40$, und ist dann 24 Stunden gültig. Für die Bootsfahrt bezahlt man zusätzlich 30$ und die Wanderung zu den Top of the Falls 15$. 

Rhino Sanctuary

Die Big 5 sind zurück in Uganda! Wer schon immer mal mit Nashörnern auf Tuchfühlung gehen wollte, dem empfiehlt sich das Ziwa Rhino Sanctuary. Hier kann man diesen friedlichen Giganten auf einer Walking Safari unglaublich nah kommen und gleichzeitig das Projekt, was die vom Aussterben bedrohten Tiere beschützt, unterstützen. Das Sanctuary liegt auf dem Weg zwischen den Murchinson Falls und Kampala, und ist von Masindi aus in ca. 1 Stunde erreichbar. Der Eintritt kostet 50$. 

So nahe wie im Rhino Sanctuary kommt man diesen sanften Giganten selten.

Jinja

“You need to pay. 30.000.” Ok, das hier ist der Beschilderung nach der Ursprung des Nils, da bekomme ich für meine umgerechnet 7€ bestimmt auch etwas geboten. Weit gefehlt. Da informiert man sich einmal vorher nicht, schon fällt man rein. Was ich bekomme ist ein Blick auf den Nil, den ich auch anderswo haben kann, nur dass er hier durch jede Menge Touristen-Buden, in denen der übliche Nippes verkauft wird, versperrt wird. Wer das Boot nehmen möchte, um zum echten Nil-Ursprung zu fahren, muss zusätzlich mindestens 100.000 UGX (ca. 25€) bezahlen, je nach Dauer des Ausflugs das doppelte, bzw. dreifache. Ich passe und gehe stattdessen abends zum Sonnenuntergang lieber ins The Bourbon, eine sympathische Kneipe direkt am Nil – mit demselben Ausblick aber zusätzlich netter Gesellschaft. 

Nil Ursprung. 7€ Eintritt für den Blick auf einen Fluss, den man ansonsten auch 6650km lang quer durch Afrika umsonst sehen kann.

Jinja selbst ist ein für afrikanische Verhältnisse sympathisches kleines Städtchen, was bekannt ist für das Wildwasser Rafting, weswegen die meisten Reisenden hier sind. Meine ausgeprägte Wasser-Phobie hält mich von diesem Abenteuer ab, man kann allerdings auch Kanu fahren, ein Fahrrad mieten oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Ich empfehle Fabio. Direkt an der Hauptstraße gelegen bekommt man hier ein Fahrrad schon für 20.000 UGX (ca. 5€), dessen Zustand durchaus in Ordnung ist und unterstützt gleichzeitig ein lokales Projekt. 

Der Blick auf den Nil ist von oben viel schöner – auch wenn es ein recht schweißtreibendes Unterfangen ist, mit dem Rad diesen Aussichtspunkt zu erreichen.

Meine Unterkunft ist das Jinja Basecamp, was über einen schönen großen Garten und sogar einen kleinen Pool verfügt. Für mein Bett im Dorm inklusive Frühstück bezahle ich 11€. Von Entebbe und Kampala kann man den Pineapple Express nehmen, ein etwas besseres Transportmittel. Er holt in Entebbe überall und in Kampala an ausgewählten Backpackers ab, und fährt seine Passagiere in Jinja direkt zum Hotel. Für die Strecke Kampala – Jinja bezahle ich 12€, da ich die einzige Passagierin an dem Tag bin, fahre ich sehr komfortabel in einem PKW. 

Sipi Falls / Kapchorwa

Ob ich verheiratet bin, möchte die einheimische Dame, mit der ich auf einer Wanderung ins Gespräch komme, wissen. Auf meine Verneinung bietet sie mir großzügig einen ihrer Brüder an. “You can choose which one! They are aged 18 to 40!” Es bleibt offen, ob sie vielmehr ihre Brüder loswerden möchte, oder mich gerne in ihrer Familie aufnehmen. Die meisten Reisenden kommen wegen der Wasserfälle hierher, mein Highlight ist die Wanderung durch die Dörfer, in denen Uganda noch komplett ursprünglich ist.

Blick auf die Weiten Ugandas vom Kapchorwa Aussichtspunkt.

Ohne Guide ist der Weg nicht zu finden, aber es lohnt sich – erst recht mit Juma, der so sympathisch ist, dass es sich anfühlt, als wäre ich mit einem Freund unterwegs. Am Ende der Wanderung wartet ein Aussichtspunkt über die weiten Ebenen Ugandas, der atemberaubend ist. Gebucht habe ich die Wanderung und Guide über meine Unterkunft, das Home for Friends in Kapchorwa. 

Blick auf einen der spektakulären Wasserfälle.

Von Jinja oder Kampala aus fährt man am besten mit dem YY Bus oder einem der zahlreichen Matatus nach Mbale, um von dort aus in ein Shared Taxi nach Sipi oder Kapchorwa umzusteigen. Zurück nach Kampala fährt morgens um 7 Uhr aus Kapchorwa eine Minibus-Gesellschaft namens Time Keeper für 40.000 UGX (ca. 10€). Der Name ist Programm, er ist schnell und stoppt nur bei Bedarf ausschließlich in Mbale und Jinja.   

Fazit

Selbst nach 4 Wochen Backpacking in Uganda gibt es noch Orte, die ich nicht gesehen habe. Ich hätte gerne noch den Nordosten des Landes gesehen und wäre liebend gerne mehr gewandert. Leider sind die Nationalparks alle recht teuer und somit habe ich schweren Herzens, aber zugunsten der Gorillas, auf die Wanderungen im Rwenzori Gebirge und am Mt Elgon verzichtet. Aber wer weiß, vielleicht komme ich eines Tages in dieses wunderbare Land zurück, dann hole ich das nach. Bis dahin, mein wunderschönes Uganda! 


Ich freue mich, wenn dir mein Artikel gefallen hat und du hier nützliche Informationen für deinen Backpacking Trip nach Uganda finden konntest. Wenn du magst folge mir auf

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Servus, ich bin Annika. Auf der Suche nach den traumhaftesten Sonnenuntergängen und Gipfeln mit den atemberaubendsten Aussichten reise ich durch die Welt. Besonders angetan haben es mir außergewöhnliche Länder. Über die Abenteuer, die ich in diesen als alleinreisende Frau erlebe, berichte ich euch hier. 

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